Die Facebook Timeline als Bewerbung

21.05.2012
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Keine Layoutänderung hat bei Facebook für mehr Diskussionsstoff gesorgt, als die Einführung der neuen Timeline bzw. Chronik. Viele Menschen hatten Angst davor, dass dies ein Einschnitt in die Privatsphäre der Profile darstellen könnte. Das Timeline-Design wurde im März auch für Unternehmensseiten gelauncht. Wie man solch eine Unternehmensseite als digitalen und ausgefallenen Lebenslauf nutzen kann und was man bei einem Timeline-Lebenslauf alles beachten sollte, haben wir genauer unter die Lupe genommen.


Was verändert die Timeline?

Die Angst vor Verlust der Privatsphäre war hierzulande bei Einführung der Facebook Timeline groß. Man vermutete automatische Offenlegung persönlicher Daten. Allerdings blieb in Sachen Privatsphäreeinstellungen alles beim Alten. Das Layout wurde nur grundlegend geändert und alle Aktivitäten bei Facebook sind nun chronologisch aufgelistet. Es können Lebensereignisse festgelegt werden und alte Postings sind leichter auffindbar. Diese sind nun auch einfacher aus der Timeline zu entfernen. In Hinblick auf einen Lebenslauf ist die Timeline mit ihren neuen Features eine Möglichkeit, sich gerade in kreativen Berufen von der Masse der Bewerber abzuheben.

Unternehmensseite als Lebenslauf

Die Unternehmensseiten im Timeline-Format bieten sich für einen Lebenslauf eher an, als ein persönliches Profil. Das hat mehrere Gründe. Zum einen erfordert ein Timeline-Lebenslauf ein gewisses Maß an Öffentlichkeit, was für das private Profil eventuell weniger optimal oder gewünscht ist. Nur ohne diese Öffentlichkeit ist die Wahrnehmung und somit der Nutzen des Lebenslaufes gleich Null. Weiterhin erfordert ein privates Profil eine Freundschaftsverbindung, die man nicht zwingend mit jedem eingehen möchte, der sich für den Lebenslauf interessiert. Ein zweites persönliches Profil ist auch keine Lösung, da dies gegen die Nutzungsrichtlinien von Facebook verstoßen würde. Unternehmensseiten hingegen lassen sich separat und in beliebigen Kategorien anlegen. Im Falle des Lebenslaufes bietet sich die Kategorie “Persönliche Website” an. Chronologisch können nun alle relevanten Daten eingegeben und mit aussagekräftigen Grafiken, Bildern, Videos und Kommentaren ergänzt werden. Besucher der Lebenslauf-Fanpage können nun auf “Gefällt mir” klicken und somit verbreitet sich der Lebenslauf weiter im Social Web. Auf Grund der Nachrichtenfunktion können Interessenten auch direkt auf der Fanpage in Kontakt treten was den Dialog begünstigt. Generell ist der eigenen Kreativität freier Lauf gesetzt. Man sollte sich allerdings genügend Zeit nehmen und sorgfältig den Timeline-Lebenslauf gestalten. Bei Facebook-Fanpages gibt es die Möglichkeit, diese während der Bearbeitung noch nicht zu veröffentlichen. Hier gibt es ein schönes Beispiel für einen Timeline-Lebenslauf.

Was ist zu beachten?

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Hochladen von Zeugnissen auf einem Timeline-Lebenslauf auch eine breite Veröffentlichung dieser darstellt. Nicht jedem gefällt diese Vorstellung. Eine Möglichkeit wäre, auf der Informationsseite einen Hinweis dazu zu schreiben und Zeugnisse auf Anfrage per Email zu versenden.
Weiterhin sollte der Timeline-Lebenslauf mit Illustrationen gefüllt werden (Bilder 750 x 300 Pixel), denn sonst geht der kreative und innovative Effekt dieser Bewerbung verloren. Meilensteine im Lebenslauf lassen sich mit Statusmeldungen sehr schön untermauern. Diese können auch rückwirkend gepostet werden. Prinzipiell gilt aber auch für einen Timeline-Lebenslauf, dass die Angaben auf jeden Fall auf Tatsachen beruhen müssen und dies auch glaubhaft sein muss. Wer hoch stapelt fällt irgendwann tief und das gilt auch für eine Bewerbung in Social Media. Lieber sollten die dynamischen Möglichkeiten des Social Web sinnvoll genutzt werden. Dann klappt es auch mit dem neuen Chef.

Uns würde interessieren, ob ein Timeline-Lebenslauf für Euch in Frage kommen würde. Wir freuen uns auf eine Diskussion!



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